Berechnen Sie Tapetenkleister anhand der Wandfläche und der Ergiebigkeit auf dem Etikett. Ermitteln Sie Packungen oder Eimer, Anmachwasser für Pulver und Materialkosten.
Wie viel Tapetenkleister brauche ich?
Messen Sie die tatsächlich zu klebende Fläche, ergänzen Sie eine passende Reserve und teilen Sie durch die Ergiebigkeit einer Packung oder eines Eimers. Runden Sie auf ganze Packungen auf. Die passende Angabe hängt von Tapete, Klebstoff und Mischung ab.
Der Rechner eignet sich für Pulverkleister und gebrauchsfertigen Klebstoff. Er verarbeitet Fläche je Packung, Kilogramm oder Liter sowie Gramm je Quadratmeter. Pulver, fertiger Klebstoff und Anmachwasser bleiben getrennt.
Vor der Berechnung die passende Art wählen
Verwenden Sie einen Klebstoff, der für Tapetenrückseite und vorbereitete Wand geeignet ist. Papier, Vlies, Vinyl und Spezialbeläge können unterschiedliche Produkte erfordern. Die Tapetenanleitung bestimmt, ob Wand oder Bahn eingekleistert wird. Daraus folgt keine pauschale Änderung der Ergiebigkeit.
Selbstklebende Tapeten nutzen normalerweise ihre eigene Klebeschicht. Zusätzlichen Kleister nur auf ausdrückliche Herstelleranweisung verwenden. Vorgekleisterte Tapeten haben eine werkseitige Schicht mit eigener Aktivierung. Für beide Arten setzt der Rechner keinen separaten Klebstoffkauf voraus.
Das gilt auch bei selbstklebenden Wandbelägen von Decords. Prüfen Sie die Anleitung des konkreten Artikels, statt Anforderungen herkömmlicher Tapeten zu übertragen.
Klebefläche messen
Multiplizieren Sie bei jeder rechteckigen Wand Breite und Höhe und addieren Sie die Flächen. Wiederholte Wände lassen sich über die Anzahl eingeben. Möglich sind bis zu zwölf Wandzeilen oder eine bereits gemessene Gesamtfläche.
Ziehen Sie nur Öffnungen und Flächen ohne Klebstoff ab. Ergänzen Sie Laibungen und weitere Klebeflächen. Beim Einkleistern der Bahn zählt auch später abgeschnittener, bereits eingekleisterter Verschnitt. Bereits in der Bruttofläche belassene kleine Öffnungen nicht nochmals als Verlust hinzufügen.
Klebefläche = gemessene Wandfläche − Öffnungen ohne Klebstoff + Zusatzfläche. Einkaufsfläche = Klebefläche × (1 + Reserve in Prozent ÷ 100).
Die voreingestellten 10% sind eine änderbare Planungshilfe, keine allgemeine Herstellervorgabe. Saugfähige oder raue Wände beeinflussen den Verbrauch. Passende Vorbereitung und richtige Etikettwerte haben Vorrang. Eine hohe Reserve behebt keine Materialunverträglichkeit oder schlechte Vorbereitung.
Einheiten der Ergiebigkeit prüfen
Wählen Sie das Format des Etiketts und tragen Sie dessen Wert ein. Wandmaße und Flächenangaben des Etiketts werden getrennt erfasst. Übernehmen Sie die tatsächliche Ergiebigkeit des verwendeten Produkts.
| Etikettformat | Eingabe | Berechnung |
|---|---|---|
| Fläche je voller Packung oder Eimer | Ergiebigkeit des ganzen Gebindes bei passender Konzentration | Packungen = aufrunden(Einkaufsfläche ÷ Packungsergiebigkeit) |
| Fläche je kg | Ergiebigkeit je Kilogramm und Kilogramm je Eimer | Benötigte kg = Einkaufsfläche ÷ Ergiebigkeit je kg |
| Gramm je Flächeneinheit | Verbrauch und Kilogramm je Eimer | Benötigte kg = Einkaufsfläche × Verbrauch ÷ 1000 |
| Fläche je Liter | Ergiebigkeit und Gebindevolumen in derselben Einheit | Benötigtes Volumen = Einkaufsfläche ÷ Ergiebigkeit je Volumeneinheit |
Die Formeln benötigen übereinstimmende Flächeneinheiten. Kilogramm werden nicht in Liter umgerechnet, weil dafür die Dichte des konkreten Klebstoffs erforderlich wäre. Verwenden Sie die zur Masse oder zum Volumen passende Angabe.
Wählen Sie aus einer Spanne den Wert für Material und Untergrund. Für eine vorsichtige Schätzung gilt die kleinere Fläche je Packung, kg oder Liter. Bei g/m² führt dagegen der höhere Verbrauch zu mehr Klebstoff.
Pulverkleister: Ergiebigkeit und Anmachwasser
Bei Pulver zählt die Ergiebigkeit einer ganzen Packung im passenden Mischverhältnis. Das Packungsgewicht allein reicht nicht. Das optionale Pulverfeld zeigt die eingekaufte Trockenmasse. Die Wassermenge muss aus derselben Zeile der Mischanleitung stammen.
Beispielsweise nennt das technische Merkblatt zu Pattex Direct Control für Vliestapeten mit Wandauftrag 200 g Pulver, 4 L Wasser und ungefähr 22 bis 26 m². Die Angaben zum Vorkleistern unterscheiden sich. Prüfen Sie die aktuelle örtliche Verpackung. Das ist ein Produktbeispiel, keine Empfehlung für jede Tapete.
Mischen Sie ganze Packungen, wenn die Anleitung dies verlangt. Der Rechner zeigt Wasser je Packung und für alle benötigten Packungen. Das ist keine Aufforderung, alles gleichzeitig anzurühren. Die Wassermenge entspricht nicht dem fertigen Kleistervolumen.
Rechenbeispiel: ein Raum mit 4 × 3 m
Zwei Wände sind 4 m und zwei 3 m breit, alle 2,5 m hoch. Das ergibt 35 m². Nach Abzug von 3 m² Öffnungen bleiben 32 m². Mit 10% Reserve werden 35,2 m² angesetzt.
Bei 22 m² je Packung gilt 35,2 ÷ 22 = 1,6 Packungen, aufgerundet zwei. Bei 200 g je Packung sind das 400 g Pulver. Mit 4 L je Packung würden beide zusammen 8 L Wasser benötigen. Nur nach Anleitung und bei Bedarf anrühren.
Bei einem Beispielpreis von 7 € je Packung kostet der Einkauf 14 €. Ist bereits eine passende ungeöffnete Packung vorhanden, kaufen Sie eine für 7 € dazu. Insgesamt werden weiterhin zwei benötigt. Die Beispielschaltfläche trägt diese Werte ein.
Gebrauchsfertiger Klebstoff: Kilogramm und Liter
Gebrauchsfertiger Klebstoff wird bereits verwendbar gekauft. Seine Masse ist nicht mit Pulvermasse gleichzusetzen. Bei 5 m²/kg deckt ein 5-kg-Eimer 25 m² ab. Für 35,2 m² mit Reserve benötigen Sie 7,04 kg und somit zwei 5-kg-Eimer, wenn kein geeigneter Bestand vorhanden ist.
Die Anleitung zu Wallrock Power Adhesive nennt 1 kg je 5 m² für die meisten geeigneten Produkte und untersagt das Verdünnen mit Wasser. Ausnahmen betreffen unter anderem wärmedämmende Unterlagen und Vinylüberlappungen. Prüfen Sie Eignung und Ergiebigkeit gemeinsam.
Bei volumenbezogener Ergiebigkeit müssen Etikett und Gebinde dieselbe Einheit verwenden. Ein Formatwechsel leert Wert und Gebindegröße, damit alte Zahlen nicht versehentlich neue Einheiten erhalten. Für fertigen Klebstoff wird kein Anmachwasser berechnet.
Grundierung, Vorkleistern und Untertapete separat berechnen
Wandvorbereitung und Tapezieren sind getrennte Arbeiten. Berechnen Sie Grundierung anhand ihrer eigenen Ergiebigkeit. Ist dasselbe Pulver zum Vorkleistern in anderer Verdünnung zugelassen, rechnen Sie diesen Auftrag separat mit den zugehörigen Werten.
Auch Untertapeten benötigen eine eigene Klebstoffberechnung. Verwenden Sie je Lage Produkt und passenden Verbrauch. Verdoppeln Sie die Fläche nicht automatisch, wenn die Anleitung Wand und Tapete erwähnt. Klären Sie zuerst, was die Ergiebigkeit bereits umfasst.
Häufige Fragen
Kann ich Kleister nach Tapetenrollen berechnen?
Nur wenn die Rollendefinition auf dem Etikett zu Ihren Rollen und zur Anwendung passt. Rollenmaße sowie Muster- und Schnittverluste unterscheiden sich. Die Klebefläche ist meist die klarere Grundlage. Für die Tapetenmenge nutzen Sie den Tapetenrollen-Rechner separat.
Soll ich Fenster und Türen abziehen?
Ziehen Sie Flächen ohne Klebstoff ab und ergänzen Sie beklebte Laibungen. Bereits eingekleisterte Bahnteile, die später an Öffnungen abgeschnitten werden, zählen als Zusatzfläche. Entscheidend ist die Klebstofffläche, nicht nur die sichtbare Tapete.
Kann ich Klebstoff aus einem früheren Projekt nutzen?
Das Bestandsfeld zählt geeignete ungeöffnete Vollpackungen desselben Produkts und derselben Größe. Prüfen Sie Lagerzustand und Haltbarkeit. Angebrochene Eimer oder früher angerührter Pulverkleister gelten nicht automatisch als volle Packung.
Ändert die Reserve das Mischverhältnis?
Nein. Die Reserve erhöht die Einkaufsmenge. Sie verändert weder das Verhältnis von Wasser zu Pulver noch erlaubt sie das Strecken eines Eimers durch Verdünnung. Halten Sie die vorgegebene Konzentration ein.
Garantiert das Ergebnis Haftung oder Ablösbarkeit?
Nein. Das Ergebnis schätzt die Menge anhand Ihrer Eingaben. Tapetenrückseite, Vorbereitung, Klebstoffeignung, Auftrag und Trocknung bestimmen das Resultat. Befolgen Sie beide Produktanleitungen einschließlich einer eventuell geforderten Probefläche.